Letzte Woche war mal wieder Schrauberzeit. Mein Kumpel brauchte einen neuen PC. Keine High-End-Kiste, aber einen preiswerten Computer mit dem man vernünftig arbeiten kann.

Hier die Komponenten im verpackten Zustand
Hier die Komponenten im verpackten Zustand

Wie das Hardware-Setup für insgesamt 323,- € (ohne Betriebssystem) aussieht, lest ihr in diesem Artikel.
Ausgangspunkt ist ein ASUS-Board, welches auf dem AMD-880G-Chipsatz aufbaut. Hier ist eine Onboard-Grafikkarte bereits integriert. Das spart Strom und und schont die Ohren, da man auf eine normale Grafikkarte mit lautem Lüfter verzichten kann.  Ausgelegt ist das Board für Sockel AM3. Somit bot sich der AMD Athlon II X3 435 (Codename “Rana”) als Prozessor an.

Mainbaord M4A88T-M/USB3 von Asus
Mainbaord M4A88T-M/USB3 von Asus

Hardware-Setup

Die folgende Auflistung gibt euch ein Bild über die eingesetzten Komponenten.

  • Mainboard: ASUS – M4A88T-M/USB3
  • CPU: AMD – Athlon II X3 435 Boxed
  • Gehäuse: Sharkoon – T5 Eco
  • HDD: WD – 500GB Green Cavier (WD5000AADS)
  • HDD-Entkoppelung: Sharkoon – HDD-Vibe-Fixer 5,25″
  • RAM: Kingston – ValueRAM 4GB DDR3-1333-9 (1x Modul)
  • Netzteil: be quiet! – Pure Power L7 300W
  • DVD: LG-Laufwerk (noch vom alten PC vorhanden)

Als Betriebssystem kommt Windows 7 – Professional in der 64-bittigen Version zum Einsatz.

Windows-Leistungsindex

Windows 7 attestiert gute Performance bei Prozessor, RAM und Festplatte. Die Onboard-Grafikkarte ist mit ihrer Teilbewertung verantwortlich für die Gesamtbewertung. Wobei dieser Wert auch nicht schlecht ist. Anzumerken ist allerdings, dass das ein oder andere Spiel dennoch flüssig gespielt werden kann. Es stellt sich immer die Frage nach dem Anwendungsgebiet des Rechners. Deshalb darf man den Windows-Leistungsindex auch nicht überbewerten.

Was sagt Windows zur Hardware? -Sieht gut aus. :-)
Was sagt Windows zur Hardware? -Sieht gut aus. :-)

Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung

Wie man den Stromverbrauch eines Netzteils berechnet hatte ich bereits in einem meiner Artikel beschrieben. Ergebnis: Das 300-Watt Netzteil reicht für das obige Setup absolut aus.
Hier noch die per Leistungsmessgerät ermittelten Daten:

  • Idle Modus: 40,5 Watt Stromverbrauch /  21°C CPU-Temperatur
  • Vollast: 101,6 Watt Stromverbrauch /  46°C CPU-Temperatur

Der moderate Stromverbrauch im Idle Modus ist dank dem Verzicht auf eine zusätzliche Grafikkarte zu erreichen. Der Vollast-Modus wurde durch eine 100%-ige Auslastung der CPU mittels Prime 95 erreicht. Auch hier hält sich der Stromverbrauch sehr in Grenzen.

Lautstärke

Durch die Festplattenaufhängung wurde die Schwingungsabgabe seitens der HDD auf das Gehäuse deutlich reduziert. Zu beachten ist auch, dass sich die “Green Cavier”-Festplatte von WD auch so schon relativ geräuscharm verhält.

 

Reduzierung der Geräuschkulisse durch Festplattenentkopplung

Reduzierung der Geräuschkulisse durch Festplattenentkopplung

Der hier verwendete CPU-Kühler aus der Boxed-Version verursacht noch die meisten Geräusche. Sollte die Geräuschkulisse auf Dauer als zu hoch empfunden werden, kann er aber leicht gegen einen anderen Kühler ersetzt werden. Hier würde zum Beispiel auch der in meinen früheren Setups beschriebene Scythe Mugen 2 Rev.B passen.

Das fertige Endprodukt

Das fertige Endprodukt

Fazit

Für unter 325 € bekommt man einen relativ modernen PC (Stand 2011-04) mit dem man wieder sehr gut arbeiten kann. Das Potenzial zum Silent-PC hat er ebenfalls. Hierzu muss lediglich der CPU-Kühler aus der Boxed-Version ersetzt werden. Hervorzuheben ist neben dem geringen Anschaffungspreis die geringe Leistungsaufnahme, was ebenfalls den Geldbeutel und zusätzlich die Umwelt schont.
Sollte später dennoch eine stärkere Grafikkarte benötigt werden, so kann diese problemlos nachgerüstet werden. Das Netzteil hält hier noch ca. 200 Watt Reserve parat.